
MasterClass:ics - Literatur modern vermitteln
Das Projekt MasterClass:ics antwortet auf zeitaktuelle Diskussionen um problematische Klassiker, also anerkannte und kanonische Literaturwerke, die aus heutigem Blickwinkel sexistische, rassistische, kolonialistische und anderweitig diskriminierende Inhalte transportieren. Ausgehend von der antiken Literatur, so etwa Ovids Metamorphosen, wird ein flexibel einsetzbares didaktisches Konzept entwickelt, das die Vermittlung problematischer Klassikerliteratur an die Interessenlage und das kreative Potential von Studierenden knüpft. Die Studierenden entwerfen Masterclasses, also E-Learning-Einheiten, die Experteninterviews, vertiefende Begleitmaterialien und persönliche Videoessays in Form journalistischer Reportagen vereinen. Hierbei wird einerseits eine literaturhistorische und wissenschaftliche Einordnung der Werke vorgenommen, andererseits aber auch der persönlichen Sicht junger Menschen auf die anstößigen Inhalte Raum gegeben. Die Studierenden erarbeiten die Masterclasses in einer studentisch geführten Veranstaltung kollaborativ, mit einem hohen Grad an Eigenverantwortlichkeit und in interdisziplinären Teams mit studentischen Hilfskräften aus den Bereichen Informatik, Journalistik und Design.Die Masterclasses sind ein innovativer Vorschlag für eine zeitgemäße, an aktuellen Diskursen orientierte Literaturdidaktik, die thematisch und methodisch auf viele weitere Kontexte übertragbar ist und in verschiedene Lehr-Lern-Settings integriert werden kann.
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Daten-Interaktion interdisziplinär erleben
Smarte vernetzte Sensoren und das Internet of Things (IoT) durchdringen zunehmend den Alltag. Kernpunkt von Innovationen aber auch Implikationen, z.B. für Privatsphäre, sind dabei entstehende Daten. Das Projekt fördert studentische Kompetenzen im Umgang mit diesen Sensordaten. Dabei ist es erforderlich, praktisches Erleben der Interaktion Studierender mit smarten Sensoren/Daten und eigene Fragenstellungen daran zu fördern. Um dies zu ermöglichen werden ein passendes Werkzeug zum Sammeln von Sensordaten und Interagieren damit sowie eine passende methodische Einbettung in die Lehre entwickelt und erprobt. Bewusst soll auf Perspektivunterschiede verschiedener Disziplinen gesetzt werden in der Kooperation der Lehrenden als auch in heterogenen Kleingruppen von Studierenden.
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Produktion von authentischen Gesprächsvideos für die Lehre im Psychologie-/ Psychotherapiestudium
Im Rahmen des Projekts wurden Videos von psychotherapeutischen Gesprächen erstellt. Gesprächspartner waren je ein Schauspielpatient und ein realer Psychotherapeut. Damit möglichst authentische, praxisnahe Gesprächssituationen entstehen, erhielten die Schauspielpatienten kein vorgefertigtes Skript, sondern wurden zu einem Rollencharakter instruiert und agierten spontan in der Situation. Zudem wurde beim Dreh darauf geachtet, Hinweise auf das Drehsetting gering zu halten.
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Examining the regulation of motivational and comprehension-related problems during collaborative learning
Während des kooperativen Lernens können vielfältige Probleme auftreten, die es für Gruppen erforderlich machen, wirksame Regulationsprozesse einzusetzen. Bislang ist wenig darüber bekannt, (a) welche Arten von Strategien Lernende in solchen Gruppen typischerweise anwenden, um ihr Lernen zu regulieren, und (b) auf welchen sozialen Ebenen (Selbst‑ vs. Co‑ vs. geteilte Ebene) sie diese Strategien einsetzen, um unterschiedlichen Arten von Problemen Rechnung zu tragen, die während der Zusammenarbeit auftreten können. Um diese Fragen zu untersuchen, entwickelten wir vier Fallvignetten, die eine Lerngruppe bei der Prüfungsvorbereitung beschrieben, wobei Probleme systematisch in einem 2×2‑Within‑Subjects‑Design variiert wurden (Vorhandensein vs. Nicht‑Vorhandensein motivationaler bzw. verständnisbezogener Probleme). N = 278 Studierende wurden gebeten zu beschreiben (a) welche Strategien und (b) auf welchen sozialen Ebenen sie diese Strategien in jeder der vier Problemsituationen einsetzen würden. Die Ergebnisse zeigten, dass Studierende auf motivationale Probleme mit mehr motivationalen, jedoch weniger kognitiven Strategien reagieren und auf verständnisbezogene Probleme mit mehr kognitiven, aber einem ähnlich hohen Einsatz motivationaler Strategien. Damit scheinen Studierende motivationale Probleme in einer problemsensitiveren Weise anzugehen als verständnisbezogene Probleme – ein Befund, der sich auch über die verschiedenen sozialen Ebenen hinweg zeigte.
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