
InterProfessionell Studieren, Perspektiven Öffnen
Mit dem Projekt IPSO@GCG entwickeln die Universitätsmedizin Göttingen (UMG) und die Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst (HAWK) gemeinsam ein interprofessionelles Curriculum, das die Vielfalt der Gesundheitsberufe in einer gleichberechtigten Lernarchitektur zusammenführt. Aufbauend auf den an der HAWK etablierten interprofessionellen Lehrstrukturen entsteht ein innovatives Konzept, das die Humanmedizin ebenso wie Pflege, Therapie- und Hebammenwissenschaften und Soziale Arbeit in ein kooperatives, zukunftsorientiertes Lernumfeld integriert und auf eine patient*innenzentrierte und vernetzte Versorgung vorbereitet. Das Curriculum verbindet wissensvermittelnde, praktische und reflexive Lehrformate, darunter problemorientiertes Lernen, Virtual-Reality-Trainings und interprofessionelle Ausbildungsstationen. Studierende lernen, Rollen und Perspektiven zu reflektieren, gemeinsam Verantwortung zu übernehmen und gesellschaftliche Zukunftsfragen wie Digitalisierung, Diversität und Planetary Health im Team zu gestalten. IPSO@GCG schafft didaktisch und strukturell modellhafte Voraussetzungen für die nachhaltige, hochschulübergreifende interprofessionelle Lehre. Das Projekt etabliert verbindliche Qualitätsstandards, rechtliche und organisatorische Grundlagen sowie Qualifizierungskonzepte für Lehrende. Systematische Evaluation, wissenschaftliche Begleitung und offene Bildungsressourcen sichern den Transfer in andere Hochschulkontexte und die langfristige Verstetigung.
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Erfahrungen festigen und digitale Lehre strukturell verankern
Die HTWG Konstanz der Zukunft ist durch hervorragende und digitalisierte Lehre charakterisiert. Während in der Krise "gut genug" akzeptabel war, müssen langfristig Präsenzlehre und Online-Angebote in der Breite miteinander verknüpft sein. Gelungene Digitalisierung bedeutet dabei, die Vorteile aus beiden Welten zu kombinieren. Kern und Antreiber dieser Umgestaltung ist das Open Teaching Lab (OTL), ein physischer und virtueller Experimentierraum für Blended Learning. Es bündelt Kompetenzen und Ressourcen und bietet den Lehrenden die konkrete technische und didaktische Unterstützung, die sie benötigen. Zusätzlich werden wir zwei Studiengängen beispielhaft durchgehend an digitalen Kompetenzen und Blended Learning ausrichten. Die Demonstration verschiedener Ansätze des Blended Learning in weiteren Studienangeboten rundet das Portfolio ab und sorgt für breite Verankerung der Innovationsaktivität in der Hochschule. Small Digitalisation Projects unterstützen bei der Umsetzung von Ideen ohne aufwändige Antragsverfahren. Für eine ganzheitliche medienbruchfreie Studienerfahrung wollen wir die mit dem Studium zusammenhängenden Prozesse digitalisieren, um Studierenden eine konsistente digitale Schnittstelle zu Lehre und Studium zu bieten.
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Entwicklung des Stud.IP-Plugins „coLearn!“
Das Lernen in Kleingruppen bietet hervorragende Möglichkeiten zur Förderung studentischen Lernens. coLearn!, ein Stud.IP-Plugin, das an der Universität Augsburg entwickelt wurde, unterstützt Lehrpersonen darin, Kleingruppenarbeit strukturiert zu planen und in ihren Vorlesungen, Seminaren oder Übungen umzusetzen. coLearn! bietet Lehrenden – basierend auf Erkenntnissen der empirischen Lehr-Lernforschung - die folgenden Möglichkeiten: (a) Erstellen von Aufgaben, die von Studierenden gelöst werden sollen, (b) Bildung von Kleingruppen zur Bearbeitung von Aufgaben, (c) didaktische Strukturierung der Kleingruppenkooperation durch Vergabe von Rollen, Phasen und je spezifischen Anweisungen, (d) vielfältige Möglichkeiten zur Überwachung des Kooperationsprozesses für die Lehrperson.
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Immersive Erfahrungen im Lernprozess: Zur didaktischen Einbettung von VR am Beispiel eines VR-basierten Kommunikationstrainings
Der Beitrag adressiert zwei zentrale Forschungslücken im Diskurs zu Virtual Reality (VR) in Bildungskontexten. Erstens wird immersives Lernen bislang vorwiegend in kognitionspsychologischen Kategorien beschrieben, während affektive und körperliche Dimensionen weitgehend unberücksichtigt bleiben. Zweitens dominieren Studien, die VR als kurzfristige Intervention in Prä-Post-Designs modellieren und damit die Frage ausblenden, wie immersive Erfahrungen in längere Erfahrungsverläufe eingebettet sind. Der Beitrag entwickelt vor diesem Hintergrund eine medienpädagogische Perspektive, die immersive Lernprozesse als zyklische Erfahrungsbewegungen rekonstruiert, in denen kognitive, affektive und körperliche Reaktionsmuster verschränkt auftreten und durch vorbereitende, immersive und nachbereitende Aktivitäten gerahmt werden. Veranschaulicht wird diese Perspektive am Beispiel eines VR-gestützten Kommunikationstrainings in der Hochschullehre, in dem Studierende Gesprächsführungstechniken mit KI-basierten Avataren erproben. Die Analyse zeigt, dass die pädagogische Bedeutsamkeit immersiver Episoden nicht in der virtuellen Situation selbst liegt, sondern in ihrer didaktischen Einbettung, insbesondere in Reflexions- und Konzeptualisierungsprozesse. Der Beitrag versteht sich als Angebot zur Weiterentwicklung eines erfahrungsorientierten immersiven Lernens im medienpädagogischen Diskurs.
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