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Digitalisierung als Herausforderung und Innovation in der Hochschullehre: Einsatz digitaler Hilfsmittel zur Förderung von Selbststeuerung, Feedback und der Integration nicht-kognitiver Aspekte in die Prüfungskultur

In der digitalen Distanzlehre treten Ungleichheiten in den Lernvoraussetzungen von Studierenden verstärkt zutage. Dies betrifft vor allem Fähigkeiten zur Selbststeuerung von Lernprozessen, die aber auch in komplexen Präsenz- bzw. Hybridsettings und beim Übergang ins Studium sehr bedeutsam sind. Eine besondere Rolle für die Unterstützung der Selbststeuerung spielt zudem das digitale Prüfen. Durch umfassendes Assessment-Feedback bieten Prüfungen Möglichkeiten zu Selbst- und Fremd-Diagnostik und -Feedback. Allerdings zeigte sich in den „Corona-Semestern“ eine Tendenz, digitales Prüfen vorrangig als Leistungsüberprüfung kognitiver Lerninhalte auszulegen. Die Diagnose- und Feedbackfunktion zur Unterstützung trat in den Hintergrund. Das Vorhaben soll digitale Maßnahmen zum produktiven Umgang mit Heterogenität der Studierenden bezüglich dreier Fähigkeitsbereiche des selbstgesteuerten Lernens entwickeln, die generell die Übergangsphase ins Studium befruchten. Zudem werden Formen des digitalen Prüfens entwickelt, die Handlungskompetenzen und Motivation/Volition mit Feedbackfunktion adressieren. Dabei wird auf Erfahrungen aus den „Corona-Semestern“ zurückgegriffen und ein systematischer fach- und fakultätsübergreifender Transfer gestaltet.

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Maßnahmen zu diesem Projekt
  • Maßnahme 100012
    Maßnahme

    Selbstmanagementtraining PROFI

    Das präventive Selbstmanagementtraining PROFI richtet sich an Lehramtsstudierende. Ziel ist es, Prokrastination bei der selbstregulierten Kompetenzentwicklung zu reduzieren und Intentionen zum Studienabbruch vorzubeugen. Um dies zu erreichen, werden Selbstreflexion und persönliche Zielsetzungen gefördert.

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  • Maßnahme 100011
    Maßnahme

    Digitaler Kerbschlagbiegeversuch

    Im Maschinenbau werden Praktika zur Vertiefung der Vorlesungsinhalte angeboten, in denen die Studieren-den anhand von Anwendungsfällen ihr theoretisches Wissen und die teilweise komplexen Inhalte anwenden lernen. Aktuell werden die theoretischen Grundlagen dazu nur anhand von Skripten in Textform vermittelt, was zu einer gewissen Skepsis im Umgang mit den Prüfmaschinen und -geräten führt.

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  • Maßnahme 100015
    Maßnahme

    Das Paderborner Elektrotechnik AR Labor (PEARL)

    Um unterschiedlichen Vorkenntnissen im Umgang mit Laborgeräten in der Elektrotechnik zu begegnen, wurde ein freiwilliges, orts- und zeitunabhängiges Vorpraktikum entwickelt. Die Maßnahme ermöglicht Studierenden mithilfe der Anwendung PEARL ein frühzeitiges, gezieltes Kennenlernen zentraler Geräte vor oder parallel zum Laborpraktikum. Auf diese Weise wird ein flexibler, individueller Kompetenzaufbau unabhängig von Präsenzzeiten im Labor unterstützt.

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  • Maßnahme 100010
    Maßnahme

    Förderung fachspezifischen Problemlösens (Physik)

    Fast die Hälfte der Studierenden bricht das Physikstudium im Laufe der ersten vier Semester ab. Einer der Gründe ist die hohe Komplexität und Abstraktheit der Inhalte. Mit den Maßnahmen können die Studierenden das benötigte Fachwissen abhängig vom Vorwissen erlernen und so erfolgreicher Studieren. Die Materialien führen sie strukturiert durch den Erwerb fachspezifischer Problemlösefähigkeiten.

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  • Maßnahme 100016
    Maßnahme

    OSA für laborpraktisches Arbeiten in der Chemie

    Das OSA gibt Studierenden Rückmeldungen zu Teilbereichen ihrer praktischen Handlungskompetenz. Dazu werden sie nach Handlungsreihenfolgen in Bezug auf das praktische Arbeiten gefragt und erhalten ausdifferenzierte Aufgaben zu einzelnen Teilhandlungen (Skills). Die Rückmeldung soll als Orientierungshilfe für die gezielte weitere Vorbereitung dienen.

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  • Maßnahme 100014
    Maßnahme

    Ausbildung studentischer Culture Fellows

    Das Ausbildungsprogramm ist fakultäts- und fächerübergreifend und bildet Studierende (sog. Culture Fellows) aus. Die Studierenden begleiten und unterstützen Studienanfänger*innen auf Peer-Ebene bei Lehr- und Lerngelegenheiten und setzen sich in diesem Kontext mit der jeweiligen Fachkultur, Fachpraktiken und fachkulturellen Irritationsmomenten auseinander.

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Projekt 101959
Projekt

Brücke zwischen Universität und Schüler:innen

Im Sinne der 3rd Mission unterstützt die Universität Tübingen die Übernahme gesellschaftlicher Verantwortung. Das BUS-Projekt verbindet Engagement und Hochschullehre in besonderer Weise, fördert Bildungsgerechtigkeit und den Erwerb überfachlicher Kompetenzen. Um der gesellschaftlichen Herausforderung „Bildungsgerechtigkeit“ zu begegnen, vernetzt das BUS-Projekt bestehende Mentoringprogramme von NGOs und Studierendeninitiativen und bindet sie als Praxispartner und Experten in das Projekt ein. Durch die gezielte Verbindung von Studierenden aus benachteiligten Kontexten mit Praxispartnern werden strukturelle Barrieren für ein Engagement nachhaltig reduziert. Die Praxispartner erhalten so Zugang zu einer vielfältigeren Gruppe engagierter Studierender mit neuen Perspektiven und Ideen, die sich aktiv für mehr Bildungsgerechtigkeit einsetzen. Der vorurteilsfreie Austausch zwischen Studierenden und Schüler:innen kann Hemmschwellen abbauen und Orientierung in der komplexen Informationslandschaft zum Thema Studium bieten. BUS ist ein Lehr-Lernprojekt. In Workshops werden akademisches Wissen vermittelt und spezifische Fähigkeiten gestärkt, während die Studierenden praktische Erfahrungen im Mentorat sammeln. Zudem wird durch explizite Reflexionsprozesse die Wissens- und Erfahrungsebene verknüpft. Durch die curriculare Verankerung und die Vergabe eines Zertifikats werden das Engagement und die erworbenen Kompetenzen der studentischen Mentor:innen anerkannt und sichtbar gemacht.

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Maßnahme 100116
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Virtuelle Realitäten zur Kompetenzentwicklung

Das Projekt greift die zunehmende Anwendung von Virtual Reality im Hochschulkontext auf und verfolgt die nachhaltige Implementation und Weiterentwicklung der Technologie. Den Studierenden wurde es mittels VR ermöglicht, in einem geschützten Rahmen in kontrollierte, interaktive Umwelten einzutauchen. Hier konnten sie ihr deklaratives Wissen um Elemente prozeduralen Wissens realitätsnah erweitern und theoriegeleitet praktische Kompetenzen erwerben. Als interdisziplinäres Projekt wurden hinsichtlich der Anwendung von VR zwei thematische Zugänge verfolgt. Studierende sollten in ihren angewandten Kompetenzen und Fertigkeiten als beratende Personen im Schulkontext und ihren Verhandlungsfähigkeiten als Bewerber:innen in Bewerbungssituationen trainiert werden. Durch die Immersion in der VR-Umgebung und dem damit einhergehenden erhöhten Realismus der erlebten Situation konnten die Studierenden eigene Erfahrungen in praxisnahen Anwendungsfällen sammeln und werden somit besser auf reale Zukunfts

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Publikation 100712

Schmitz, Sigrid & Palm, Kerstin (2024): Da tut sich was! Lebenswissenschaften und Gender Studies im Dialog zur Vielfalt des Geschlechts.

Was ist biologisches Geschlecht – was ist „sex“? Wo brechen binäre Geschlechtergrenzen auf? Wie können wir Sex/Gender transdisziplinär zusammendenken, diskutieren und erforschen? Wie können wir die Anerkennung von Geschlechtervielfalt gesellschaftlich stärken? Dieser Blogbeitrag berichtet von dem Kolloquium „Geschlecht – Körper – Vielfalt. Neue Perspektiven für Biologie, Medizin und Gesundheitswissenschaften“, das am 7.-8. November 2024 im Austausch zwischen den Lebenswissenschaften und den Gender Studies stattfand und Eingang fand in die Lehrunterstützung Argumentieren des Projektes Gendering MINT didaktich-digital.. In: GengerBolg, Zentrum für transdiszipinäre Geschechterstudien, HU Berlin, 18.10.2024. https://genderblog.hu-berlin.de/da-tut-sich-was-lebenswissenschaften-und-gender-studies-im-dialog-zur-vielfalt-des-geschlechts/

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